Grenzziehungen und Körperpraktiken Eine Relektüre der biblischen Reinheitsbestimmungen in Lev 13–14 im Kontext der Covid-19-Pandemie

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Dorothea Erbele-Küster

Abstract

Biblische Vorstellungswelten vor allem der Reinheitsbestimmungen in Levitikus initiieren (grenzziehende) Körperpraktiken und dienen somit als Krisenbewältigungsmodell, nicht zuletzt im Kontext der Covid-19-Pandemie. Dies nimmt der Beitrag als Ausgangspunkt, um die Rezeptionsgeschichte der biblischen Reinheitsbestimmungen, wie sie sich in die Sprache, Pandemie- und Medizingeschichte eingeschrieben haben, darzulegen. Denn der immunologische Diskurs und die gegenwärtige (virologische) Rede im Kontext der Covid-19-Pandemie ist von älteren (u.a. biblischen) Vorstellungen überlagert. Dies gilt es zu verstehen und kritisch zu beleuchten vor dem Hintergrund des spezifischen Körperwissens von Lev 13–14, das in einem zweiten Schritt herausgearbeitet wird. Das so gewonnene enzyklopädische Körperwissen wird daraufhin befragt, ob und wie es zu ­einem transformativen Wissen zur Krisenbewältigung beitragen kann.

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Zitationsvorschlag
Erbele-Küster, D. (2022). Grenzziehungen und Körperpraktiken. LIMINA - Grazer Theologische Perspektiven, 5(1), 96-115. Abgerufen von https://limina-graz.eu/index.php/limina/article/view/150
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