Zwischen Hoffnung und Gewalt Schwierigkeiten von Freiheit in religiösen Bezügen

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Reinhold Esterbauer

Abstract

Neurowissenschaftliche Ergebnisse lassen Freiheit heute oft als Phantom erscheinen. Selbst wenn man vertritt, dass Freiheit keine Illusion ist, steht man vor einer doppelten Schwierigkeit: Zum einen läuft man Gefahr, die zeitliche Eigenart von Freiheit und dadurch Identitätsbildung aus freiem Handeln misszuverstehen, insbesondere wenn man über religiöse Freiheit spricht. Zum anderen ist man versucht, einen Wahrheitsuniversalismus zu propagieren und das Göttliche zu sakralisieren. Demgegenüber wird im Aufsatz Hoffnung als wesentliche Dimension religiöser Freiheit ins Spiel gebracht und die Relativierung des Numinosen als wichtige Voraussetzung für religiöse Freiheit benannt. Nur auf diese Weise kann der Negation von Gewalt durch Gewalt – so die These – der Anruf des Guten als wesentliche Bestimmung religiöser Freiheit gegenübergestellt werden.

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Zitationsvorschlag
Esterbauer, R. (2019). Zwischen Hoffnung und Gewalt. LIMINA - Grazer Theologische Perspektiven, 2(2), 107-129. Abgerufen von https://limina-graz.eu/index.php/limina/article/view/44
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